Pflegepflichtversicherung für Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten: Was man wissen und beachten sollte.

Letztes Update: 8. Februar 2024
Inhaltsverzeichnis

Die grundsätzliche Krankenversorgung von aktiven Soldaten der Bundeswehr haben wir hier bereits beleuchtet und wichtige Informationen zur Pflegepflichtversicherung benannt.

Nun wollen wir die praxisnahen Fragen vieler Soldaten klären und diese so leicht verständlich wie möglich beantworten.

Was sind die Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung und wie viel muss ich jeweils dafür bezahlen?

Die Gesetzliche Krankenversicherung berechnet den Beitrag von Soldaten anhand ihres Grundgehalts. Für junge Soldaten beträgt der Beitrag normalerweise 1,525% des Bruttoeinkommens. Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten müssen sich als Freiwillige Mitglieder versichern und zahlen nur den halben Satz. Zu den 1,525% kommen noch 0,35% Zusatzbeitrag für kinderlose Soldaten hinzu.

Bei Privaten Krankenversicherungen wird der Beitrag nicht anhand des Einkommens berechnet, sondern basiert auf Alter, Gesundheitszustand und Leistungsmerkmalen des Tarifs.

Die Leistungen der Pflegepflichtversicherung sind bei Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung gleich. Der Beitrag für die private Krankenversicherung ist jedoch im Vergleich viel günstiger.

Ein 20-jähriger Soldat auf Zeit zahlt im Schnitt nur 26€ monatlich für die Pflegepflichtversicherung in einer Privaten Krankenversicherung im Vergleich zu knapp 60€ bei einer Gesetzlichen Krankenversicherung. Außerdem kann man nur bei einer Privaten Krankenversicherung eine Anwartschaftsversicherung abschließen, nicht jedoch bei einer Gesetzlichen Krankenversicherung.

Brauche ich zu meiner Pflegepflichtversicherung auch eine Anwartschaft?

Eine Anwartschaftsversicherung ist wichtig, wenn man später in eine private Krankenversicherung wechseln möchte, weil man dann keine erneute Gesundheitsprüfung machen muss. 

Soldaten auf Zeit sollten eine Anwartschaft abschließen, da es nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr bessere Möglichkeiten gibt, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. 

Berufssoldaten sollten unbedingt eine Anwartschafts- und Pflegepflichtversicherung abschließen, weil sie im Ruhestand 70% Beihilfe erhalten und nur 30% über eine private Krankenversicherung bezahlen müssen.

FAQ

Was versteht man unter Beihilfe für Soldaten?

Unter Beihilfe bei Soldaten versteht man eine staatliche Unterstützung zur Absicherung von Krankheitskosten. Die Beihilfe ist ein Zuschuss, der von der öffentlichen Hand gewährt wird, um die Kosten von medizinischen Leistungen, wie zum Beispiel Arztkosten oder Medikamenten, zu reduzieren. Soldaten haben einen Anspruch auf Beihilfe, wenn sie in den öffentlichen Dienst eingestellt sind oder sich freiwillig dazu entschieden haben, sich privat zu versichern. Die Höhe der Beihilfe variiert je nach Bundesland und kann bis zu 70% der Kosten abdecken. Die restlichen Kosten müssen in der Regel durch eine private Krankenversicherung abgedeckt werden.

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Über den Autor
Peter Neugebauer
Peter ist Soldatenberater mit Herz und Seele. Seit über 10 Jahren berät er Soldaten zum Thema Pflegepflichtversicherung und gibt wertvolle Finanztipps für den Alltag als Soldat. Er war selbst Soldat bei der Bundeswehr, kennt die Probleme und weiß, wie man sie umgeht. Als geprüfter Versicherungsmakler sind Finanzen und Versicherungen sein täglich Brot.

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